Geschichte

Gib mir Halt
und
lass mich wachsen!

Authentische Pädagogik

Im Rahmen der Professionalisierung meines pädagogischen Wirkens entwickelte sich in mir – durch Impulse in der Reflexion meiner Kindheitsgeschichte – der Wunsch, Kinder in ihre(r) Authentizität, ihre(r) Einzigartigkeit zu begleiten. Es entstand das Bewusstsein, dass Leben immer gleichermaßen ein Wachsen, Werden und Sein ist. Auf dieser Basis entstanden um die Jahrtausendwende die Grundlagen für ein pädagogisches Konzept, das ich authentische Pädagogik nannte. Durch Beobachtung sollten Begabungen, Talenten und Fähigkeiten, die die Kinder bereits ins Leben mitbringen, entdeckt und gefördert werden.

4i-Mentoring

In einem nächste Schritt, der im Lauf von rund 15 Jahren reifte, entstand der Impuls, diese grundsätzliche Haltung den Kindern gegenüber in in detailliertes Konzept zu packen. Im Mittelpunkt sollte die Begleitung stehen, die im Gegensatz zu klassischen Erziehungsmethoden dem jungen Menschen wesentlich mehr Einfluss auf seine Entwicklung gibt. Aus dem Objekt Kind wurde das Subjekt junger Mensch, der basierend auf der Sichtweise der humanistischen Psychologie von Erwachsenen als Wesen mit Körper, Geist und Psyche im Leben begleitet werden soll. Ergänzt habe ich diese drei Bereiche um die Dimension des Lebenssinns bzw. Charakters. Das Kürzel 4i stand dabei einerseits für „for I“, also für das Ich, die Persönlichkeit des jungen Menschen; zum anderen war in diesem Prozess Augenmerk auf Intuition, Involvierung, Initiative und Initiation zu legen.

Entfaltungs-BegLeitung

In einem weiteren Schritt wurde das Konzept nochmals weiterentwickelt. Junge Menschen sollen von den sie begleitenden Erwachsenen als gleichwertige Subjekte gesehen werden, die bei ihrer Selbst-Entfaltung professionell und liebevoll begLeitet werden. Das große L in BegLeitung ist dabei sehr bewusst gewählt: es zeigt, dass Leitung eine Rolle spielt. Die Leitung kann dabei vom jungen Menschen oder vom Erwachsenen übernommen werden, ebenso gibt es Phasen, wo man quasi nebeneinander her geht.
Auch wurde der Bereich Sinn/Charakter durch die spirituelle Dimension des Menschseins ergänzt bzw. ersetzt.
Es stellte sich auch die Notwendigkeit heraus, dass Erwachsene, die junge Menschen auf diese Weise begleiten wollen, an ihrer eigenen Selbst-Entfaltung zu arbeiten haben.